Merck macht Bioprocessing-Anlagen zukunftsfähig

30. April 2020

Bioprocessing facility of the future. Foto: Merck

  • Die Bio4C™-Software-Suite, das erste digitale Ökosystem seiner Art, vereint Prozesskontrolle, Analytik und anlagenweite Automatisierung
  • Neue Software zur Datenvisualisierung und -analyse ermöglicht Fertigungs-Intelligenz in Echtzeit
  • Spart biopharmazeutischen Herstellern Zeit und Geld

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute eine weitere Komponente seiner BioContinuum™-Plattform vorgestellt. Die Bio4C™-Software-Suite schafft ein einzigartiges Ökosystem, das Prozesskontrolle, Analytik und anlagenweite Automatisierung vereint. Diese bahnbrechende Software-Suite ermöglicht es Anwendern, statt einzelner Prozessschritte nunmehr den gesamten Herstellungsprozess im Blick zu behalten. Hersteller von Biopharmazeutika erhalten dadurch die vollständige Kontrolle sowie detaillierte Informationen über ihre Prozesse. Das Bioprocessing 4.0 ist somit keine Zukunftsvision mehr.

„Das Bioprocessing der Zukunft erfolgt ganzheitlich“, sagte Andrew Bulpin, Leiter Process Solutions im Unternehmensbereich Life Science von Merck. „Mit der Einführung unserer Bio4C™-Software-Suite ist Merck der erste Anbieter, der moderne Prozesstechnologien, Software, Automatisierung und Analytik in einem Ökosystem zusammenführt. Das bringt uns der Realisierung der digitalisierten Produktionsanlage der Zukunft einen Schritt näher.“

Biopharma-Unternehmen stehen heute unter immensem Druck, Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Kommt es zu Verzögerungen, entstehen den Unternehmen dabei täglich Umsatzeinbußen in Millionenhöhe. Eine zukunftsweisende Lösung ist die Integration von Software, Automatisierung und Analytik in den Betrieb von biotechnologischen Produktionsanlagen. Dadurch soll die Herstellung von Biologika intensiviert werden mit der Zielsetzung, eine vernetzte und kontinuierliche Prozessführung zu realisieren. Die biopharmazeutische Industrie ist im Begriff, die nächste Generation der Bioprozesstechnik zu entwickeln und zu digitalisieren, um die Geschwindigkeit zu erhöhen und Kosten zu senken. Bioprocessing 4.0 steht für diesen neuen Ansatz bei der Herstellung. Der Unternehmensbereich Life Science von Merck treibt diese Entwicklung mit seiner BioContinuum™-Plattform maßgeblich voran.

Das Design der Bio4C™-Suite von Merck basiert auf der „4C-Strategie“ des Unternehmensbereichs Life Science: Control (Kontrolle), Connect (Vernetzung), Collect (Erfassung) und Collaborate (Zusammenarbeit). „Control“ ist die Grundlage für alle Aktivitäten von Merck im Zusammenhang mit dem Betrieb aller seiner Systeme. „Connect“ bezieht sich darauf, verschiedene Prozessschritte digital miteinander zu vernetzen und den gesamten Prozess abzubilden und transparent zu machen. „Collect“ bedeutet die Erfassung aller Daten an einem zentralen Ort und die Aufrechterhaltung und Validierung der Integrität dieser Daten. „Collaborate“ bezeichnet die Art und Weise, wie Merck diese Technologien seinen Kunden in Echtzeit bereitstellt.

Bei Bio4C™ ProcessPad, einer Komponente der „Collect”-Dimension der Bio4C™- Suite, handelt es sich um eine browserbasierte Plattform, die es Anwendern ermöglicht, Daten aus unterschiedlichen Quellen wie Geräten, Chargenprotokollen, Datenbanken und Prozessdatenarchiven über den gesamten biotechnologischen Herstellungsprozess hinweg zu erfassen, zu aggregieren und zu analysieren. Bio4C™ ProcessPad automatisiert Aufgaben wie die Erfassung und Analyse von Daten, wodurch Wissenschaftler und Ingenieure weniger Zeit für Entscheidungen und das Einleiten von Maßnahmen aufwenden müssen.

Merck wird im weiteren Verlauf des Jahres sowie in Zukunft weitere Produkte und Module seiner Bio4C™-Software-Suite einführen.

Quelle: Merck, Pressemitteilung, 30.04.2020